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Deutscher Brauertag 2026


Brauwirtschaft feiert ihre Besten


Volle Säle, viele Gespräche, ein klares Signal: Die Brauwirtschaft blickt selbstbewusst nach vorn. Einmal im Jahr trifft sich die gesamte deutsche Brauwirtschaft an einem Ort, dieses Jahr lud der Deutsche Brauer-Bund (DBB) zum Deutschen Brauertag in die Landesvertretung Baden-Württemberg nach Berlin. Braumeisterinnen, Braumeister, Hopfenpflanzer und Bierliebhaber kamen zusammen, um über die Zukunft der Branche zu sprechen. Mit dabei: der Fachverband Getränkeschankanlagen, vertreten durch seinen 1. Vorsitzenden Stefan Brand. Auch Tjorben Grote von Grote & Blohm aus Hamburg reiste als Fachverbandsmitglied mit nach Berlin und nutzte den Abend für Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen aus der Branche.


Im Mittelpunkt standen die Bundesehrenpreise der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), die höchste Auszeichnung der deutschen Ernährungswirtschaft. Gold und den Titel „Brauerei des Jahres" holte sich die Brauerei Ustersbach Adolf Schmid, Silber ging an die Privat-Brauerei Schmucker aus Mossautal. Zehn weitere Brauereien durften ebenfalls einen Bundesehrenpreis mitnehmen, darunter die Privatbrauerei Eichbaum aus Mannheim und die Warsteiner Brauerei Haus Cramer. Auch international ließ sich die deutsche Braukunst nicht lumpen: Beim „World Beer Cup" räumten unter anderem die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan und die Brauerei zum Kuchlbauer aus Abensberg ab, dazu holten drei europäische Braustätten aus Frankreich und Großbritannien Medaillen.


Ein Thema dominierte die Gespräche abseits der Preisverleihungen: der Nachwuchs. Mit der bundesweiten Kampagne „Brau dir deine Zukunft" wirbt die Branche um junge Talente und zeigt, wie vielseitig die Berufe rund ums Bier tatsächlich sind. Initiiert haben die Kampagne der Deutsche Braumeister- und Malzmeister-Bund (DBMB) gemeinsam mit dem DBB und dem Verband Private Brauereien. Einen besonderen Moment gab es dazu passend: Helene Vogel aus Hannover wurde vom DBMB zu Deutschlands bester Auszubildender Brauerin und Mälzerin gekürt, ein starkes Zeichen dafür, dass sich Ausbildung auszahlt und Fachkompetenz der Schlüssel zur Zukunft bleibt.


Und weil Bier auch Leidenschaft ist, bekam die Hobbybrauer-Szene ihre eigene Bühne. Jan Mordhorst aus Seevetal krönte sich zum Deutschen Meister der Hobbybrauer, Luise Redetzky und Gregor Gärtner aus Hannover sicherten sich den Titel in der Kategorie Kreativbier. Die Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer feiert 2026 ihr zehnjähriges Jubiläum und geht am 5. September im Störtebeker Brauquartier in Stralsund weiter. All das bewies einmal mehr: Die deutsche Brauwirtschaft steht nie still. Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und neue Herstellungsverfahren rücken immer weiter in den Vordergrund, Tradition und moderne Technologie schließen sich längst nicht mehr aus. Im Gegenteil, sie treiben sich gegenseitig an.

Für die Getränketechnik eröffnen sich daraus spannende Perspektiven. Moderne Schankanlagen, hygienische Ausschanksysteme, energieeffiziente Kühltechnik und digitale Lösungen sorgen dafür, dass Bierqualität bis zum letzten Glas erhalten bleibt. Damit wird die Getränketechnik zum unverzichtbaren Glied in der Wertschöpfungskette und gewinnt mit steigenden Qualitäts- und Nachhaltigkeitsanforderungen weiter an Gewicht.


Auch der Blick über den Tellerrand kam nicht zu kurz. Im Gespräch mit Vertretern aus Politik, Landwirtschaft, Forschung und Zulieferindustrie zeigte sich, wie eng die Getränkewirtschaft in all ihren Facetten miteinander verwoben ist. Die Brauwirtschaft versteht sich längst nicht mehr nur als traditionsreiches Handwerk. Sie ist ein innovativer Wirtschaftszweig, der gemeinsam mit seinen Partnern an Lösungen für Fachkräftesicherung, Klimaschutz und Ressourceneffizienz arbeitet.


Für den Fachverband Getränkeschankanlagen war der Deutsche Brauertag 2026 mehr als nur ein Pflichttermin. Er bot Raum, bestehende Kontakte zu pflegen, neue Impulse mitzunehmen und die Stimme der Getränketechnik im großen Kreis der Brauwirtschaft hörbar zu machen. Der direkte Austausch mit Brauereien und Verbänden machte einmal mehr klar: Ohne leistungsfähige Getränketechnik funktioniert keine Brauwirtschaft. Beide Branchen bleiben auch künftig eng verbunden.

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